die modellwerft
Baubericht Schubboot „June“ - Eigenkonstruktion M 1:35
Schubboot Schubboot
Die Idee In meinem Schiffsbestand befindet sich ein Ramborator der Firma Aeronaut. Dieses Modell wird sehr oft für Rettungsmissionen eingesetzt. Bei vielen Booten funktioniert das recht gut. Bei größeren Modellen, die an das Ufer geschoben werden müssen, gibt es aber Probleme. Der Antrieb ist nicht kraftvoll genug und die Manövrierfähigkeit ist eingeschränkt, vor allem wenn ein größeres Modell geschoben wird. Wird zusätzlich am Bug eine Schiebehilfe angebracht, gibt es Probleme mit der Motorleistung. Ein neuer “Ramborator“ musste her. Leider gibt es keine Baukästen oder Pläne für ein entsprechendes Modell. Deshalb habe ich mich entschlossen ein neues Schubboot selbst zu entwerfen. Als Vorlage diente das Modell „Ramborator“. Von mir wurde für das neue Modell der Maßstab 1:35 gewählt. Im Prinzip habe ich den Rumpf des Ramborators bis zu einer Länge von 64 cm und einer Breite von 24 cm auseinandergezogen. Der Tiefgang beträgt etwa 10 cm. Die Rumpfhöhe von 13 cm des Ramborators habe ich beibehalten, ein kleiner Fehler wie sich später herausstellen sollte. Der Decksaufbau sollte eher einem echten Original entsprechen, also mit Deckshaus, Fahrerstand, Mast, einer Schleppeinrichtung und einem Deckskran. Konstruktion Die Seitenteile des Rumpfes und das Heckteil bestehen aus 3 mm Sperrholz. Als Rumpfboden und für den Bugbereich habe ich 0,6 mm Sperrholz, in 2 Lagen, verwendet. Als Rahmen und fr die Verstärkungen im Rumpf fungieren Kiefernholzleisten 10 x 10 mm. Der Bug wurde trapezförmig ausgelegt, damit sich der Wasserwiderstand etwas verringert. Dafür habe ich im Bugbereich zwei gebogene Hölzer angeleimt, so dass der mittlere Teil des Bugs etwas hervorsteht. Die beiden Schubhörner sind aus Massivholz. Im Innern des Rumpfes habe ich längs eines Brettchens eingebaut, was auf den quer verlaufenden Kiefernleisten aufliegt. Darauf sind die Motoren, das Fach für den Akku und ein Fach für die Ballastgewichte angeordnet. Weitere Ballastgewichte können im Bugbereich untergebracht werden. Der Heckbereich ist so ausgelegt, dass 2 Kortdüsen montiert werden können. Das Deck hat im vorderen Bereich eine Öffnung für den Akku und im hinteren Bereich eine Öffnung für die Wartung der Motoren, der Ruder und der Elektronik. Der Aufbau Im vorderen Bereich des Rumpfes befindet sich eine Öffnung mit Süllrand. Darauf sitzt das Deckshaus mit dem Fahrstand. Das Deckshaus mit den beiden Schornsteinen und Auspuffrohren habe ich selbst entworfen. Als Vorbild dienten verschieden Bilder aus dem Internet. Alles ist aus 2 mm ABS gefertigt. Die Ecken innen habe ich mit Eckprofilen aus dem Baumarkt gebaut. Türen und Bullaugen sind zugekauft. Ein Selbstbau des Fahrstandes war mir zu aufwändig. Bei der Firma Harztec habe ich einen passenden Bausatz gefunden. Es ist der Fahrstand der „Smit Nederland“ in 1:33. Kostet etwas Geld, ist aber schnell aufgebaut. Der Bausatz ist sehr sauber gefräst, so dass kaum Nacharbeiten notwendig sind. Den Ausbau des Fahrstandes habe ich bewusst einfach gehalten. Dieser wird dann auf das Deckshaus geschraubt. Das gesamte Deckshaus wird mit Magneten am Rumpf gehalten. Hinter dem Fahrstand befindet sich der Mast. Er besteht aus 16 mm PVC-Rohr und ist mit diversen Anbauteilen versehen. Der Mast wird auf eine Verschraubung gesteckt. Die Stromverbindung wird durch einen MPX-Stecker hergestellt. Den Mast habe ich deshalb abnehmbar gemacht, damit die Transporthöhe etwas geringer ist. So konnte ich die Transportkiste etwas kleiner bauen. Im hinteren Bereich des Rumpfes befindet sich eine weitere Öffnung für den Zugang zu den Motoren, der Elektronik und der Ruderanlage. Um die hintere Öffnung gegen eindringendes Wasser zu sichern, ist um die Öffnung herum, bndig mit dem Deck, eine U-Schiene aus Aluminium auf einen Holzrahmen angebracht, die auch vier seitliche Abläufe fr das Wasser hat. Der Deckel der ein umlaufendes L-Profil hat, liegt mit diesem L- Profil in dem U-Profil. Der Deckel besteht aus 2 mm GfK mit einem aufgeklebten Holzdeck. Darauf ist eine Schleppwinde von Aeronaut (Nr. 582307) und zwei selbstgebaute Hilfsrahmen für die Schlepptrossen montiert. An der Backbordseite ist ein Deckskran montiert. Dieser wurde aus einem Bausatz eines Effer-Krans von Italeri (Nr.4.3600) gefertigt. Der Maßstab ist zwar mit 1:20 bis 1:75 angegeben, passt aber sehr gut auf das Modell mit 1:35. Mit diesem Bausatz sind einige bewegliche Funktionen möglich. Die beweglichen Funktionen werden nicht genutzt. Nach dem Lackieren habe ich den Kran in der jetzigen Position festmontiert. Der hintere Deckel ist mit dem Deck ber 4 senkrecht eingeklebte 3 mm Schrauben und von oben aufgeschraubten Muttern, die als Umlenkrollen ausgebildet sind, befestigt. Akku Ich wollte für das Modell eine lange Fahrzeit erreichen. Deshalb habe ich einen LiFePO4-Akku mit 12 V und 12 Ah eingesetzt. Dieser wird von der Firma Eremit vertrieben. Der Akku besteht aus einem PVC-Gehäuse, welches 2 Stck LiFePO4 Akku 6 Ah/12 V und einem Kabelsatz enthält. Bei einem Verbrauch von etwa 3,5 A bei Vollgas, ergeben sich ca. 3 Stunden Fahrzeit bei mittlerer Geschwindigkleit. Der Akku ist zwar etwas teuer, hat aber eine hohe Kapazität und ist langlebig (ca. 2000 Zyklen) Antrieb Als Antrieb habe ich zwei Kortdsen (50 mm) mit 45 mm Messingpropellern verbaut. Gesteuert werden diese von einem Standardservo. Als Motoren dienen zwei Bühler 498 BBS Langsamläufer 12 V, mit einer Lastdrehzahl von 3100 U/min. Im Bugbereich befindet sich ein Querstrahlruder (22 mm) von Raboesch. Das ist nicht unbedingt notwendig, da durch die schwenkbaren Kortdsen eine hohe Beweglichkeit gegeben ist und auch ein Drehen auf der Stelle möglich ist. Dies hat sich aber erst nach den ersten Testfahrten herausgestellt. Elektronik Die Elektronik habe ich wie blich bei mir, auf eine herausnehmbare Holzplatte aufgebaut. Die Anschlsse sind alle steckbar ausgeführt. Der 6-Kanal Empfänger sitzt an der Steuerbordinnenwand mit einer Durchführung für die Antenne durch das Deck, wegen des besseren Empfangs. Als Regler wird der Thor24 HF von der Firma CTI eingesetzt. Da der Regler trotz der hohen HF-Taktung von 18 kHz im oberen Leistungsbereich pfeift, hat die Firma CTI den Regler umprogrammiert. Das Pfeifen im oberen Bereich kommt daher, dass bei der Standardausführung des Reglers die Frequenz abgesenkt wird, um eine Stromeinsparung zu erreichen. Bei mir spielt das keine Rolle, so dass nach der Umprogrammierung kein Pfeiffen im gesamten Bereich zu hören ist. Weiterhin befinden sich auf der Platte ein Spannungskonverter von 12 V auf 7,2 V für den Motor des Querstrahlruders und ein 2-Kanal Relaisbaustein aus meiner Wühlkiste für die Steuerung der Beleuchtung. Beleuchtung Als Beleuchtung wurden mehrere LED-Scheinwerfer montiert. Ein Rundscheinwerfer auf dem Fahrstand, einer am Mast, nach hinten gerichtet, sowie zwei nach vorn und zwei nach hinten für die Decksbeleuchtung. Der Bugbereich und der Heckbereich sind gut ausgeleuchtet. Am Mast sind nur das Topplicht und das Hecklicht beleuchtet. Am Deckhaus nach vorn gerichtet, habe ich zwei weitere Scheinwerfer montiert. Diese habe ich aus Schlüsselanhängertaschenlampen gefertigt. Gibt es schon ab einem Euro. Die Stromversorgung vom Rumpf zum Deckshaus besteht aus einem relativ langem Kabel, so dass das Deckshaus neben dem Modell abgelegt werden kann. Anstrich Der gesamte Rumpf wurde mehrfach mit Schnellschleifgrundierung gestrichen. Danach wurde der Innenbereich mit Epoxidharz zweimal behandelt. Außen habe ich den Rumpf nach dem Schleifen zweimal mit Spritzspachtel beschichtet. Nach dem Schleifen und ausbessern von kleinen Beulen wurde nochmals mit verdünnten Epoxi gestrichen. Als Farbe für den Unterwasserbereich wurde Bootslack von Wilckens mit einem Pinsel aufgetragen. Den oberen Teil des Rumpfes, das Deck und die Aufbauten wurden mit Duplicolor Lack-Spray dreimal gespritzt und dann einmal mit mattem Klarlack versiegelt. Auf dem Rumpfboden außen, sind 4 flache Aluprofile aufgeklebt die am Bug etwas hochgezogen sind. Diese dienen zum Schutz, wenn das Modell auf das Ufer aufgefahren wird. Um dem Rumpf herum wurde ein Gummiprofil zum Schutz angebracht. Ständer und Kasten Einen Ständer zu bauen ist für diese Rumpfform etwas schwierig, er sollte ja auch gut aussehen. Ich habe den „Bootsständer“ bewusst funktional gehalten. Im Prinzip ist es ein Transportbrett mit seitlichen Führungen und vorderen und hinteren Haltebrett. Sieht nicht sehr schön aus, ist aber praktisch und das Modell ist sicher zu transportieren. Dazu habe ich einen Transportkasten aus 3 mm Sperrholz gebaut der darüber gesetzt wird. Oben befindet sich der Transportgriff. Das Transportbrett und der Kasten werden mit einem Koffergurt zusammengehalten, da das Modell relativ schwer ist. Sieht nicht so toll aus, erfüllt aber seinen Zweck. Schiebehilfe Beim Herausschieben von kleineren Booten gibt es bei diesem Modell auch Probleme. Manchmal rutschen diese am stumpfen Bug weg oder lassen sich nur schwer andocken und schieben. Deshalb habe ich mir eine Schiebehilfe gebaut, die am Bug an den Schubhörnern befestigt ist. Sie besteht aus 4 Stck Gummiplatten (10 mm) die entsprechend bogenförmig zurechtgesägt sind. Diese sind mit zwei Alurohren (6 mm) verbunden. Ich habe die Gummiteile nur auf die Rohre gesteckt. Als Befestigung am Modell verwende ich Gummis, geschnitten aus einen alten Fahrradschlauch. Die Breite der Schiebehilfe (40 cm) und der Abstand der Gummiteile untereinander ist so ausgelegt, dass ich diese auch an meinem Ramborator befestigen kann. Fazit Die Fahreigenschaften sind als sehr gut einzuschätzen. Um die Lage im Wasser richtig herzustellen waren ca. 2 kg Blei notwendig. Diese wurden im Bugbereich und im Ballastkasten zwischen dem Motoren eingbaut. Der Akku bringt 1,3 kg. Der Ballast ist notwendig, da der Auftrieb auf Grund des großen Rumpfes sehr hoch ist. Es wäre besser gewesen die Höhe des Rumpfes und damit den Tiefgang zu verringern. Leider ist das Modell dadurch mit 7,5 kg etwas schwer geworden. Das Kurvenverhalten ist gut, aber es gibt eine starke Krängung mit Vollgas. Ist nicht kritisch, sieht aber etwas gefährlich aus. Das Modell kann nur mit den Kortdüsen auf der Stelle drehen. Das Querstrahlruder ist zum Manövrieren eigentlich nicht notwendig, ist aber beim Herausschieben von Modellen hilfreich. Die Fahrgeschwindigkeit ist ausreichend schnell. Bei langsamer Fahrt liegt der Bug etwas erhöht. Ab Halbgas liegt der Rumpf perfekt gerade im Wasser. Der Wasserwiderstand ist nicht so groß wie beim Ramborator und auch die Bugwelle ist kleiner. Mit meinem angekoppelten Schubleichter (Länge 90 cm) ist der Verband sehr gut manövrierfähig. Technische Daten Modell Maßstab : 1:35 Länge : 0.64 m Breite : 0,24 m Gewicht : 8,80 kg, mit Akku und Besatzung Tiefgang : 0, 10 m Motor : Bühler 498 BBS, 12 V / 3100 U/min.
Schubboot Schubboot Schubboot Schubboot Schubboot Schubboot
Testfahrt im Mai 2025
Testfahrt im September 2025
Testfahrt mit Leichter im September 2025
01/2026
Schubboot
die modellwerft
Baubericht Schubboot „June“ - Eigenkonstruktion M 1:35
Die Idee In meinem Schiffsbestand befindet sich ein Ramborator der Firma Aeronaut. Dieses Modell wird sehr oft für Rettungsmissionen eingesetzt. Bei vielen Booten funktioniert das recht gut. Bei größeren Modellen, die an das Ufer geschoben werden müssen, gibt es aber Probleme. Der Antrieb ist nicht kraftvoll genug und die Manövrierfähigkeit ist eingeschränkt, vor allem wenn ein größeres Modell geschoben wird. Wird zusätzlich am Bug eine Schiebehilfe angebracht, gibt es Probleme mit der Motorleistung. Ein neuer “Ramborator“ musste her. Leider gibt es keine Baukästen oder Pläne für ein entsprechendes Modell. Deshalb habe ich mich entschlossen ein neues Schubboot selbst zu entwerfen. Als Vorlage diente das Modell „Ramborator“. Von mir wurde für das neue Modell der Maßstab 1:35 gewählt. Im Prinzip habe ich den Rumpf des Ramborators bis zu einer Länge von 64 cm und einer Breite von 24 cm auseinandergezogen. Der Tiefgang beträgt etwa 10 cm. Die Rumpfhöhe von 13 cm des Ramborators habe ich beibehalten, ein kleiner Fehler wie sich später herausstellen sollte. Der Decksaufbau sollte eher einem echten Original entsprechen, also mit Deckshaus, Fahrerstand, Mast, einer Schleppeinrichtung und einem Deckskran. Konstruktion Die Seitenteile des Rumpfes und das Heckteil bestehen aus 3 mm Sperrholz. Als Rumpfboden und für den Bugbereich habe ich 0,6 mm Sperrholz, in 2 Lagen, verwendet. Als Rahmen und für die Verstärkungen im Rumpf fungieren Kiefernholzleisten 10 x 10 mm. Der Bug wurde trapezförmig ausgelegt, damit sich der Wasserwiderstand etwas verringert. Dafür habe ich im Bugbereich zwei gebogene Hölzer angeleimt, so dass der mittlere Teil des Bugs etwas hervorsteht. Die beiden Schubhörner sind aus Massivholz. Im Innern des Rumpfes habe ich längs ein Brettchens eingebaut, was auf den quer verlaufenden Kiefernleisten aufliegt. Darauf sind die Motoren, das Fach für den Akku und ein Fach für die Ballastgewichte angeordnet. Weitere Ballastgewichte können im Bugbereich untergebracht werden. Der Heckbereich ist so ausgelegt, dass 2 Kortdüsen montiert werden können. Das Deck hat im vorderen Bereich eine Öffnung für den Akku und im hinteren Bereich eine Öffnung für die Wartung der Motoren, der Ruder und der Elektronik. Der Aufbau Im vorderen Bereich des Rumpfes befindet sich eine Öffnung mit Süllrand. Darauf sitzt das Deckshaus mit dem Fahrstand. Das Deckshaus mit den beiden Schornsteinen und Auspuffrohren habe ich selbst entworfen. Als Vorbild dienten verschieden Bilder aus dem Internet. Alles ist aus 2 mm ABS gefertigt. Die Ecken innen habe ich mit Eckprofilen aus dem Baumarkt gebaut. Türen und Bullaugen sind zugekauft. Ein Selbstbau des Fahrstandes war mir zu aufwändig. Bei der Firma Harztec habe ich einen passenden Bausatz gefunden. Es ist der Fahrstand der „Smit Nederland“ in 1:33. Kostet etwas Geld, ist aber schnell aufgebaut. Der Bausatz ist sehr sauber gefräst, so dass kaum Nacharbeiten notwendig sind. Den Ausbau des Fahrstandes habe ich bewusst einfach gehalten. Dieser wird dann auf das Deckshaus geschraubt. Das gesamte Deckshaus wird mit Magneten am Rumpf gehalten. Hinter dem Fahrstand befindet sich der Mast. Er besteht aus 16 mm PVC-Rohr und ist mit diversen Anbauteilen versehen. Der Mast wird auf eine Verschraubung gesteckt. Die Stromverbindung wird durch einen MPX- Stecker hergestellt. Den Mast habe ich deshalb abnehmbar gemacht, damit die Transporthöhe etwas geringer ist. So konnte ich die Transportkiste etwas kleiner bauen. Im hinteren Bereich des Rumpfes befindet sich eine weitere Öffnung für den Zugang zu den Motoren, der Elektronik und der Ruderanlage. Um die hintere Öffnung gegen eindringendes Wasser zu sichern, ist um die Öffnung herum, bndig mit dem Deck, eine U-Schiene aus Aluminium auf einen Holzrahmen angebracht, die auch vier seitliche Abläufe fr das Wasser hat. Der Deckel der ein umlaufendes L-Profil hat, liegt mit diesem L-Profil in dem U-Profil. Der Deckel besteht aus 2 mm GfK mit einem aufgeklebten Holzdeck. Darauf ist eine Schleppwinde von Aeronaut (Nr. 582307) und zwei selbstgebaute Hilfsrahmen für die Schlepptrossen montiert. An der Backbordseite ist ein Deckskran montiert. Dieser wurde aus einem Bausatz eines Effer- Krans von Italeri (Nr.4.3600) gefertigt. Der Maßstab ist zwar mit 1:20 bis 1:75 angegeben, passt aber sehr gut auf das Modell mit 1:35. Mit diesem Bausatz sind einige bewegliche Funktionen möglich. Die beweglichen Funktionen werden nicht genutzt. Nach dem Lackieren habe ich den Kran in der jetzigen Position festmontiert. Der hintere Deckel ist mit dem Deck ber 4 senkrecht eingeklebte 3 mm Schrauben und von oben aufgeschraubten Muttern, die als Umlenkrollen ausgebildet sind, befestigt. Akku Ich wollte für das Modell eine lange Fahrzeit erreichen. Deshalb habe ich einen LiFePO4- Akku mit 12 V und 12 Ah eingesetzt. Dieser wird von der Firma Eremit vertrieben. Der Akku besteht aus einem PVC-Gehäuse, welches 2 Stck LiFePO4 Akku 6 Ah/12 V und einem Kabelsatz enthält. Bei einem Verbrauch von etwa 3,5 A bei Vollgas, ergeben sich ca. 3 Stunden Fahrzeit bei mittlerer Geschwindigkleit. Der Akku ist zwar etwas teuer, hat aber eine hohe Kapazität und ist langlebig (ca. 2000 Zyklen). Antrieb Als Antrieb habe ich zwei Kortdüsen (50 mm) mit 45 mm Messingpropellern verbaut. Gesteuert werden diese von einem Standardservo. Als Motoren dienen zwei Bühler 498 BBS Langsamläufer 12 V, mit einer Lastdrehzahl von 3100 U/min. Im Bugbereich befindet sich ein Querstrahlruder (22 mm) von Raboesch. Das ist nicht unbedingt notwendig, da durch die schwenkbaren Kortdsen eine hohe Beweglichkeit gegeben ist und auch ein Drehen auf der Stelle möglich ist. Dies hat sich aber erst nach den ersten Testfahrten herausgestellt. Elektronik Die Elektronik habe ich wie üblich bei mir, auf eine herausnehmbare Holzplatte aufgebaut. Die Anschlsse sind alle steckbar ausgeführt. Der 6-Kanal Empfänger sitzt an der Steuerbordinnenwand mit einer Durchführung für die Antenne durch das Deck, wegen des besseren Empfangs. Als Regler wird der Thor24 HF von der Firma CTI eingesetzt. Da der Regler trotz der hohen HF-Taktung von 18 kHz im oberen Leistungsbereich pfeift, hat die Firma CTI den Regler umprogrammiert. Das Pfeifen im oberen Bereich kommt daher, dass bei der Standardausführung des Reglers die Frequenz abgesenkt wird, um eine Stromeinsparung zu erreichen. Bei mir spielt das keine Rolle, so dass nach der Umprogrammierung kein Pfeiffen im gesamten Bereich zu hören ist. Weiterhin befinden sich auf der Platte ein Spannungskonverter von 12 V auf 7,2 V für den Motor des Querstrahlruders und ein 2-Kanal Relaisbaustein aus meiner Wühlkiste für die Steuerung der Beleuchtung. Beleuchtung Als Beleuchtung wurden mehrere LED- Scheinwerfer montiert. Ein Rundscheinwerfer auf dem Fahrstand, einer am Mast, nach hinten gerichtet, sowie zwei nach vorn und zwei nach hinten für die Decksbeleuchtung. Der Bugbereich und der Heckbereich sind gut ausgeleuchtet. Am Mast sind nur das Topplicht und das Hecklicht beleuchtet. Am Deckhaus nach vorn gerichtet, habe ich zwei weitere Scheinwerfer montiert. Diese habe ich aus Schlüsselanhängertaschenlampen gefertigt. Gibt es schon ab einem Euro. Die Stromversorgung vom Rumpf zum Deckshaus besteht aus einem relativ langem Kabel, so dass das Deckshaus neben dem Modell abgelegt werden kann. Anstrich Der gesamte Rumpf wurde mehrfach mit Schnellschleifgrundierung gestrichen. Danach wurde der Innenbereich mit Epoxidharz zweimal behandelt. Außen habe ich den Rumpf nach dem Schleifen zweimal mit Spritzspachtel beschichtet. Nach dem Schleifen und ausbessern von kleinen Beulen wurde nochmals mit verdünnten Epoxi gestrichen. Als Farbe für den Unterwasserbereich wurde Bootslack von Wilckens mit einem Pinsel aufgetragen. Den oberen Teil des Rumpfes, das Deck und die Aufbauten wurden mit Duplicolor Lack-Spray dreimal gespritzt und dann einmal mit mattem Klarlack versiegelt. Auf dem Rumpfboden außen, sind 4 flache Aluprofile aufgeklebt die am Bug etwas hochgezogen sind. Diese dienen zum Schutz, wenn das Modell auf das Ufer aufgefahren wird. Um dem Rumpf herum wurde ein Gummiprofil zum Schutz angebracht. Ständer und Kasten Einen Ständer zu bauen ist für diese Rumpfform etwas schwierig, er sollte ja auch gut aussehen. Ich habe den „Bootsständer“ bewusst funktional gehalten. Im Prinzip ist es ein Transportbrett mit seitlichen Führungen und vorderen und hinteren Haltebrett. Sieht nicht sehr schön aus, ist aber praktisch und das Modell ist sicher zu transportieren. Dazu habe ich einen Transportkasten aus 3 mm Sperrholz gebaut der darüber gesetzt wird. Oben befindet sich der Transportgriff. Das Transportbrett und der Kasten werden mit einem Koffergurt zusammengehalten, da das Modell relativ schwer ist. Sieht nicht so toll aus, erfüllt aber seinen Zweck. Schiebehilfe Beim Herausschieben von kleineren Booten gibt es bei diesem Modell auch Probleme. Manchmal rutschen diese am stumpfen Bug weg oder lassen sich nur schwer andocken und schieben. Deshalb habe ich mir eine Schiebehilfe gebaut, die am Bug an den Schubhörnern befestigt ist. Sie besteht aus 4 Stück Gummiplatten (10 mm) die entsprechend bogenförmig zurechtgesägt sind. Diese sind mit zwei Alurohren (6 mm) verbunden. Ich habe die Gummiteile nur auf die Rohre gesteckt. Als Befestigung am Modell verwende ich Gummis, geschnitten aus einen alten Fahrradschlauch. Die Breite der Schiebehilfe (40 cm) und der Abstand der Gummiteile untereinander ist so ausgelegt, dass ich diese auch an meinem Ramborator befestigen kann. Fazit Die Fahreigenschaften sind als sehr gut einzuschätzen. Um die Lage im Wasser richtig herzustellen waren ca. 2 kg Blei notwendig. Diese wurden im Bugbereich und im Ballastkasten zwischen dem Motoren eingbaut. Der Akku bringt 1,3 kg. Der Ballast ist notwendig, da der Auftrieb auf Grund des großen Rumpfes sehr hoch ist. Es wäre besser gewesen die Höhe des Rumpfes und damit den Tiefgang zu verringern. Leider ist das Modell dadurch mit 7,5 kg etwas schwer geworden. Das Kurvenverhalten ist gut, aber es gibt eine starke Krängung mit Vollgas. Ist nicht kritisch, sieht aber etwas gefährlich aus. Das Modell kann nur mit den Kortdüsen auf der Stelle drehen. Das Querstrahlruder ist zum Manövrieren eigentlich nicht notwendig, ist aber beim Herausschieben von Modellen hilfreich. Die Fahrgeschwindigkeit ist ausreichend schnell. Bei langsamer Fahrt liegt der Bug etwas erhöht. Ab Halbgas liegt der Rumpf perfekt gerade im Wasser. Der Wasserwiderstand ist nicht so groß wie beim Ramborator und auch die Bugwelle ist kleiner. Mit meinem angekoppelten Schubleichter (Länge 90 cm) ist der Verband sehr gut manövrierfähig. Technische Daten Modell Maßstab : 1:35 Länge : 0.64 m Breite : 0,24 m Gewicht : 8,80 kg, mit Akku Tiefgang : 0, 10 m Motor : Bühler 498 BBS, 12 V 3100 U/min.
Testfahrt im Mai 2025
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01/2026